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Gutachten nach IDW S11

Kennen Sie Ihre Handlungsspielräume im Rahmen einer Sanierung bzw. Restrukturierung?

Von zentraler Bedeutung hinsichtlich der Entscheidung welches die geeigneten Sanierungsinstrumente sind, ist ein transparenter Blick auf die Liquiditätssituation notwendig.

In diesem Zusammenhang hat das IDW mit dem Standard S11 seine Stellungnahme zur Beurteilung über das Vorliegen von Insolvenzeröffnungsgründen niedergelegt und übernimmt damit die Stellung der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BGH Urteile 2005 – 2013). Der häufigste Insolvenzantragsgrund ist die Zahlungsunfähigkeit gemäß § 17 Insolvenzordnung, die im eingetretenen Fall weitreichende Haftungsrisiken bei den Beteiligten auslösen kann.

Die Handlungsspielräume für Sie wieder in ein strukturiertes Fahrwasser zurückzukehren sind umso größer, je entfernter Sie von der Zahlungsunfähigkeit sind. Dabei kommt die Frage auf was Zahlungsunfähigkeit bedeutet und wie diese im Rahmen der höchstrichterlichen Rechtsprechung definiert wird.

Nach § 17 Abs. 2 InsO ist ein Unternehmen zahlungsunfähig, wenn es nicht mehr in der Lage ist, alle fälligen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Zahlungsunfähigkeit ist damit das auf einem Mangel an Zahlungsmitteln beruhende Unvermögen des Schuldners, seine Gläubiger fristgerecht zu befriedigen. Da die Zahlungsunfähigkeit von der Zahlungsstockung abzugrenzen ist, wird im IDW S11 in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des BGH eine Prüfung in zwei Schritten dargestellt. In Schritt eins ist in einer Zeitpunktbetrachtung ein sogenannter Finanz-/Liquiditätsstatus aufzustellen. In diesem werden die fälligen Verbindlichkeiten des Schuldners den verfügbaren liquiden Mitteln gegenübergestellt. Ergibt sich aus diesem Status eine Unterdeckung, so ist in einem zweiten Schritt in einer Zeitraumbetrachtung die weitere Entwicklung dieser Unterdeckung darzustellen. Nach Rechtsprechung des BGH, dessen Auffassung auch im IDW S11 vertreten wird, ist bei einer Unterdeckung von mehr als zehn Prozent am Ende eines dreiwöchigen Planungszeitraumes von Zahlungsunfähigkeit auszugehen. Die Zahlungsunfähigkeit ist lediglich dann zu verneinen, wenn die Unterdeckung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit demnächst (längstens sechs Monate) beseitigt wird.

Im Falle einer Zahlungsunfähigkeit wird der zuständige Insolvenzverwalter die Insolvenzreife feststellen, um mögliche Anfechtungsgründe zu identifizieren und die Masse zu steigern. Selbst für die gesetzlichen Vertreter, die nach bestem Wissen und Gewissen die Finanzplanung über einen Zeitraum von 13 Wochen erstellt haben, lauern eine Vielzahl an Fehlerrisiken, die dem Insolvenzverwalter die Möglichkeiten für die Ausnutzung von Anfechtungen bietet. Dabei spielen Darlehensrückzahlungen an Gesellschafter eine wichtige Rolle.

Zur Vermeidung dieser Risiken unterstützen wir Sie in diesem Prozess einen Liquiditätsstatus sowie eine kurzfristige Liquiditätsplanung nach höchstrichterlichen Anforderungen zu erstellen. Auf Basis unserer breiten Expertise erstrecken sich unsere Arbeiten auf die Würdigung der Buchhaltung (u.a. Einschätzung der Qualität der Kreditoren OP-Listen) sowie Validierung der Planungsannahmen. Die Zielsetzung am Ende dieses Prozesses ist es in Ihrem Unternehmen einen festimplementierten Prozess zu übergeben, der Ihnen einen transparenten Blick auf Ihre Liquiditätssituation gibt. Darüber hinaus ist dieser Prozess ein wesentlicher Bestandteil für die Durchführung eines IDW S6-Gutachtens sowie während der Umsetzungsphase klar definierter Restrukturierungsmaßnahmen, so dass stets die notwendige Finanzierung für die Maßnahmen gegeben ist.

Konkret unterstützen wir Sie bei folgenden Leistungen:

  • Erstellung des Liquiditätsstatus sowie einer rollierenden Finanzplanung (13 Wochen).
  • Analyse der Buchhaltung sowie der zugrundegelegten Informationen für die Erstellung des Liquiditätsstatus und der Finanzplanung.
  • Unterstützung bei der Implementierung dieses Prozesses in der Organisation.
  • Aufbereitung eines speziellen Reportings für Banken und sonstige Stakeholder.

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